ZEI° von Timeular – Zeiterfassung 3.0

In meinem ersten Test möchte ich mich mit dem Time-Tracking-Tool ZEI° von Timeular befassen. Gerade bei Zeiterfassung und Zeitmanagement habe ich nämlich noch argen Nachholbedarf. Ich arbeite nicht gerade wenig, habe aber nur eine grobe Ahnung, womit ich die Zeit im Einzelnen verbringe. Genau da setzt der kleine Zauberwürfel an.

Wie bei so vielen innovativen Ideen stand auch hier am Anfang ein Kickstarter-Video, auf das ich aufmerksam geworfen bin:

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was an einem achtseitigen Plastik-Würfel besser sein sol, als herkömmlichem Time-Tracking per Handy-App, in Papierform oder mit speziellen Geräten.

Das Geheimnis von ZEI° liegt in der Einfachheit: Das bei Lieferung weiße Polygon hat 8 Flächen. Diese können individuell beschriftet oder gestaltet werden mit verschiedenen Projekten oder Tätigkeiten. Je nach entsprechender Tätigkeit wird dann einfach die entsprechend aktive Fläche nach oben gedreht – fertig. Das geht so schnell und einfach, dass man es auch während Telefonaten oder anderen Tätigkeiten „mal eben“ erledigen kann.

So sieht die Box von Timeular nach dem Öffnen aus

Von der Bestellung bis zur Lieferung hat es ein paar Wochen gedauert. Das liegt aber wohl an der großen Nachfrage, die das Produkt genießt … und das, obwohl es noch ein Geheimtipp ist.

Die eigentliche Produktverpackung kam natürlich noch in neutraler Umverpackung, um den schönen Karton zu schützen. Normalerweise ist mir ja nur der Inhalt wichtig, aber ähnlich wie bei Apple hat man auch hier Wert auf den Gesamteindruck gelegt. Ein geprägter Karton der nach dem Öffnen den Blick auf den sortierten Inhalt freigibt. Nach dem Postversand war allerdings nicht mehr alles an seinem Platz, da die einzelnen Gegenstände relativ locker in der Verpackung stecken – dennoch ist alles unbeschadet angekommen.

Lieferumfang:

  • ZEI° Würfel
  • Standfuß
  • Bluetooth Adapter
  • Stift für Beschriftung
  • Kurzanleitung (nicht im Bild)
  • Aufkleber (nicht im Bild)

Nach dem Auspacken kann es auch schon direkt losgehen; man benötigt lediglich einen Account und muss die App für Desktop und ggf. Handy herunterladen. Das ist in ein paar Minuten erledigt.

Jetzt kommt die wesentliche Überlegung: Mit welchen Projekten und/oder Tätigkeiten soll ich die 8 Flächen belegen. Anfangs erscheint diese Zahl recht groß, doch irgendwann stellt man fest, dass es auch gerne ein paar mehr sein dürften. Im Zweifel sollte man sich hier auf Kategorien festlegen, die dann automatisch durch Drehen des Würfels erfasst werden. In der App selbst können mehr Kategorien angelegt werden; diese sind dann zwar keiner Fläche zugeordnet, aber man kann erfasste Zeiten so mit einem Klick neu Zuweisen. Beispiel: Bei mehr als 8 Kunden-Projekten reicht mir eine Kategorie „Projekte“. Es ist ja nicht so, dass man minütlich zwischen den einzelnen Projekten hin und her springt. Die erfasste Zeit kann ich dann später einem gesondert angelegten Kunden zuweisen – entweder am Computer oder per Handy – alles easy.

Wie es funktioniert …

Die Funktion ist wirklich einfach. Software für Desktop und/oder Smartphone herunterladen (diese startet später auf Wunsch mit dem System automatisch) und den Würfel per Bluetooth verbinden. Das ging so einfach, dass ich darüber eigentlich nicht mehr sagen kann. Die Software beschränkt sich auch auf die wesentliche Funktion: Zeiterfassung. Also hat man überflüssigen Schnickschnack auch einfach weggelassen … gut so!

Jetzt nur noch den Würfel in die entsprechende Position drehen und schon startet die Aufzeichnung der entsprechenden Kategorie …

So sieht das Desktop-Fenster während der Aufzeichnung aus (wenn es maximiert ist)

Anfangs musste ich mich noch etwas daran gewöhnen, dass ich den Würfel immer in die richtige Position bewege, aber nach 3 Wochen ist das mittlerweile Routine geworden.

Die HandyApp nutze ich dann, wenn ich nicht in der Nähe des Würfels bin (was beim Arbeiten eher selten der Fall ist) oder dann, wenn ich vergessen habe, mich am Abend wieder „abzumelden“.

Die erfassten Daten lassen sich im System übrigens nachträglich noch editieren oder auch Löschen. Ich habe z.B. eine Seite mit „Pause“ beschriftet, wen ich mal kurz eine Kaffee-Pause mache. So muss ich immer auf Stop und Start drücken, sondern kann irgendwann einfach die ganzen Pause-Zeiten entfernen.

Ich habe mir für den Würfel farbliche Aufkleber gebastelt, die (wie ich finde) diesen noch ein wenig ansprechender gestalten und mir dabei helfen, die richtige Fläche so schnellstmöglich zu finden …

Mein individuell beklebter ZEI° Würfel
Mein individuell beklebter ZEI° Würfel

Auf eine Sache hat beim bei Timular doch nicht verzichtet: Statistik. Und dabei ist man bei mir direkt an der richtigen Adresse. Man möchte schließlich sehen, was man so macht und in was man wie viel zeit investiert.

Dabei wertet das Programm dann nicht nur die 8 Seiten des Würfels aus, sondern alle angelegten Aktionen. Da meine Inhalte ja uninteressant sind, habe ich sie mal unkenntlich gemacht, aber so sieht das dann aus:

Statistische Auswertung des ZEI° Würfels

Was ich bisher (noch) nicht nutze, ist die Integration der erfassten Daten in Drittanbieter Software wie Jira, Toggl oder iCal. Kommt aber sicherlich auch bald noch, denn ich bin von dem kleinen Zauberwürfel wirklich überzeugt. Würde übrigens noch viel stylischer wirken, wenn ich einen großen, aufgeräumten Schreibtisch hätte 😉

Und die Erkenntnis nach dem ersten Monat der Benutzung ist auch ganz klar zu erkennen: Ich arbeite zu viel! Damit hat der Würfel sein erstes Ziel schon erreicht.

… alles ist viel besser mit Bluetooth

Die Überschrift könnte mein Lebens-Motto sein, aber der Ausspruch kommt nicht von mir, sondern von Dr. Sheldon Cooper aus der Serie „The Big Bang Theory„:

Größtenteils kann ich die Aussage aber auch unterstreichen und so möchte ich mich in diesem Blog mit zahlreichen Gadgets beschäftigen, die einem das Leben (vermeintlich) erleichtern. Nennt sich dann Life Enhancement.

Schon seit längerer Zeit nutze ich die verschiedensten Dinge, die es Wert sind, dass ich Sie einmal vorstelle, denn oft handelt es sich um Dinge, die viele Menschen cool finden, aber die dann leider doch nur selten den Weg in den eigenen Haushalt finden.

In Kürze widme ich mich z.B. einem elektronischen Fahrtenbuch, digitaler Zeiterfassung, smarter Haus-Steuerung oder nützlichen Design-Helfern.

Wenn es die zeit zulässt, möchte ich neben ausführlichen Test-Berichten künftig auch noch kleine Youtube-Videos produzieren, um die nützlichen Hefer und Spielereien im Bewegtbild vorzustellen.

Kleine Fußnote: ich werde aktuell nicht von Firmen mit Produkten unterstützt und bekomme auch kein Geld dafür, dass ich hier etwas präsentiere. Sollte ich das in Zukunft einmal ändern, werde ich das selbstverständlich kennzeichnen.